Nahezu alle heute erhältlichen NiMH-Akkus sind schnelladefähig. Akku BOSCH 37618-01 Der Ladestrom wird dabei nach oben hin prinzipiell durch zwei Faktoren begrenzt: Die durch den Ladestrom verursachte Wärmeentwicklung und die sichere Erkennung eines vollgeladenen Akkus. Hitze ist für NiMH-Akkus schädlich; wenn sie beim Laden oder Entladen deutlich mehr als handwarm werden, wirkt sich das negativ auf die Lebensdauer aus. Wärme wird dabei deshalb erzeugt, weil erstens die Übergangsstellen und Verbindungsleitungen im Akku BOSCH BSH180 einen ohmschen Widerstand bilden, der bei Stromfluß warm bzw. heiß wird (je höher der Strom desto mehr). Zweitens geschieht die elektrochemische Umwandlung mit einem Wirkungsgrad von weniger als 100%, sodaß auch hier eine Verlustleistung anfällt, die zur Erwärmung beiträgt. Akku BOSCH BAT609G Wenn mit hohen Ladeströmen gearbeitet wird, ist eine sichere und vor allem schnelle Erkennung des Zustands "Akku vollgeladen" unabdingbar, da ab dem Zeitpunkt der Volladung der Akku keinen weiteren Strom mehr speichern kann und somit ein weiterhin anliegender Ladestrom eine große Verlustleistung erzeugt, wodurch der Akku sehr heiß wird. Akku BOSCH CAG180-01 Gleichzeitig wird im Akku Sauerstoff erzeugt, der aufgrund der vergleichsweise großen erzeugten Mengen keine Zeit hat, wie bei niedrigen Strömen langsam absorbiert zu werden. Dadurch steigt der Innendruck schnell stark an und bringt das Überdruckventil zum Bersten. Der Akku BOSCH CCS180 befindet sich dann in den ewigen Jagdgründen. Akku BOSCH CCS180B Zudem ist dies wegen der austretenden Kalilauge nicht ganz ungefährlich.
Es werden durchaus Ladegeräte angeboten, Akku BOSCH CCS180K die versprechen, konventionelle NiMH-Akkus in 15 Minuten zuverlässig laden zu können - oft unter Verwendung eines Lüfters zur Kühlung der Akkus. Aber leider funktioniert diese Ultraschnelladung oft deutlich weniger gut, als es die Hochglanzprospekte versprechen. Zudem ist sie nur bei ausgewählten Akkutypen möglich, da manche Akkus schon beim Laden mit einem Strom, der (in mA) lediglich 1/3 des aufgedruckten Kapazitätsnennwerts beträgt (womit ein völlig leerer Akku in etwas mehr als 3 Stunden vollgeladen wäre) bedenklich heiß werden. Akku BOSCH CFL180 Insbesondere NoName-Billigakkus vom Grabbeltisch sind dafür berüchtigt.
Die sicherste und zuverlässigste Methode, den Ladestrom rechtzeitig abzuschalten, Akku BOSCH CFL180B wäre die Überwachung des Innendrucks der Akkuzellen. Genau diesen Weg geht Varta mit ihren Akkus namens "15 minute charge&go" bzw. "Photo 15 minute". Diese Akkus besitzen einen in den Akku integrierten Druckschalter, der ab einem bestimmten Überdruck in der Zelle ein Schaltsignal liefert. Dieses Schaltsignal wird über einen zusätzlichen Kontakt am Akku nach außen geführt. Die von Varta verkauften, Akku BOSCH CRS180 proprietären Ladegeräte können dieses Schaltsignal auswerten sprich den Ladestrom dann abschalten, wodurch die sehr schädliche Überladung verhindert wird. Weder diese Akkus noch die speziellen Ladegeräte sind besonders preisgünstig, weshalb ihnen eine weite Verbreitung versagt blieb. Akku BOSCH CRS180B Zudem sind die Akkus nur in den Bauformen AAA (Micro) und AA (Mignon) erhältlich.

Lazy-Akku-Effekt bei NiMH-Akkus
Da NiMH-Akkus keine Cadmium-Elektrode besitzen, Akku BOSCH CRS180K kann im Gegensatz zu den NiCd-Akkus auch kein Memory-Effekt auftreten. Der Lazy-Akku-Effekt bleibt jedoch erhalten, weil dieser Effekt mit der Nickelelektrode zusammenhängt. Er tritt auf, wenn man dem Akku nach dem Laden immer mehr oder weniger die gleiche Ladung entnimmt aber nie ganz entlädt. Auch hier vermindert sich die Spannung mehr oder weniger plötzlich um ca. 0,05 V, Akku BOSCH BAT609 wodurch die Leistungsabgabe um ca. 8% sinkt. Auch wenn der Spannungsabfall gering ist, Akku BOSCH DDS180-01 kann es insbesondere bei hohem Entnahmestrom der Tropfen sein, der das Faß zum überlaufen bringt: Wenn Geräte mit Batteriespannungsüberwachung eine zu niedrige Spannung diagnostizieren, schalten sie zum Schutz vor Tiefentladung das Gerät ab. Beseitigen läßt sich der Lazy-Akku-Effekt, indem man den Akku ganz einfach bis auf ca. 1,0 V entlädt und dann wieder ganz normal auflädt, Akku BOSCH DDS180-03 wobei dies gern mit höherem Strom erfolgen darf.
NiMH-Akkus mit niedriger Selbstentladung
Seit Mitte 2006 sind in Deutschland weiterentwickelte NiMH-Akkus erhältlich, Akku BOSCH DGSH-181 von denen die Hersteller behaupten, daß deren Selbstentladung deutlich reduziert wurde und nur noch ca. 15% pro Jahr anstatt wie bei herkömmlichen NiMH-Akkus bis zu 30% pro Monat (also ungefähr 99% pro Jahr) entspricht. Werbung und Wirklichkeit klaffen hier ausnahmsweise einmal nicht auseinander, denn nach meinen Messungen liegt die Selbstentladungsrate in der Tat bei weniger als 15% pro Jahr. Akku BOSCH FHN180 Ein weiterer Vorteil dieser Akkus ist die unter Belastung etwas höhere Spannungslage gegenüber konventionellen Nickelmetallhydrid-Akkus. Nachteilig ist hingegen, zumindest auf dem Papier, die etwas geringere Kapazität gegenüber den Standardtypen. Akku BOSCH GBH 18 V-LI Solche Akkus wurden zuerst von der Firma Sanyo auf den deutschen Markt gebracht und sind im Handel unter dem Namen eneloop zu finden. Möglich wurde die reduzierte Selbstentladung u.a. durch Verwendung eines anderen Metallhydrids und eines verbesserten Separators. Über genaue Details zur Zusammensetzung bzw. zum Aufbau schweigt sich Sanyo verständlicherweise aus. Weitere Hersteller selbstentladungsarmer Akkus sind Panasonic und GP, die ihre Akkus unter den Namen Infinium bzw. Akku BOSCH GBH 18 VH ReCyko+ vermarkten. Beiden gemeinsam ist, daß die Kapazitätsangabe geringfügig über derjenigen der Sanyo-Akkus liegt. Der Vertrieb solcher Akkus erfolgt auch unter anderen Markennamen als sogenannte OEM-Ware Akku BOSCH GCB 18 V-LI .
Im Gegensatz zu den normalen NiMH-Akkus sind die selbstentladungsarmen Akkus geladen, wenn man sie kauft. Man kann sie also wie Batterien sofort verwenden, auch wenn sie nicht ganz voll geladen sind. Direkt aus der Packung entnommen besaßen die von mir gekauften Akkus eine Ladung von im Mittel ca. 1650 mA (GP ReCyco+), ca. 1630 mA (Panasonic Infinium), ca. Akku BOSCH GDR 18 V-LI 1500 mA (Sanyo eneloop) bzw. ca. 1600 mAh (Varta Ready2Use) bei einem Entladestrom von 500 mA. Diesen Werten sollte man jedoch keine zu große Bedeutung beimessen, da auf den wenigsten Akkus ein Hinweis auf das Herstellungsdatum und damit die Lagerzeit zu finden war. Bei allen mir verfügbaren Akkus habe ich zusätzlich die nutzbare Kapazität nach Volladung gemessen. Es spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, Akku BOSCH GDR 18 V-LI MF ob die Akkus wie im Datenblatt angegeben sofort nach dem Laden zur Kapazitätsmessung entladen werden oder aber wenige Stunden lagern, weil z.B. der Ladevorgang nachts abgeschlossen war und der manuell initiierte Entladevorgang erst morgens früh startete. Akku BOSCH GDR 18 V-LIS Meine Messungen zeigten, daß innerhalb weniger Stunden die nutzbare Kapazität genau wie bei gewöhnlichen NiMH-Zellen absinkt. Bei einigen wenigen Stunden Lagerzeit nach dem Volladen war eine Selbstentladung von zwischen 50 bis 100 mAh zu beobachten. Laut Info von Sanyo ist dieses Verhalten normal, obwohl es sich um selbstentladungsarme Akkus handelt. Die Selbstentladung ist nicht konstant sondern sofort nach dem Laden am größten, Akku BOSCH GDR 18-LI geht dann aber rasch zurück.
Um sicherzustellen, daß die Akkus sofort nach dem Laden wieder entladen werden, Akku BOSCH GDS 18 V-LI nutzte ich die Cycle-Funktion meines Ladegeräts, welches die Akkus so oft lädt und entlädt, bis die gemessene Kapazität nicht weiter zunimmt. Auf diese Weise waren bei einer Charge von jeweils 8 Akkus pro Hersteller bzw. Akku BOSCH 169 2 607 336 170 Marke im Mittel ca. 1970 mAh (GP), 1940 mAh (Panasonic), 1900 mAh (Sanyo) und 1950 mAh (Varta) meßbar. Die Streuung, also die Abweichung einzelner Zellen von diesem Mittelwert, betrug dabei ungefähr +/- 50 mAh (Panasonic erstaunliche +/- 10 mAh, aber dies kann bei der aus statistischer Sicht geringen Zellenzahl reiner Zufall sein). Akku BOSCH GDS 18 V-LI HT Die gemessene Kapazität ist trotz der begrenzten Aussagekraft aufgrund der geringen Anzahl der überprüften Akkus ein erfreuliches Ergebnis, obwohl als Nennwert 2000 mAh (Sanyo) bzw. 2100 mAh (GP, Panasonic und Varta) aufgedruckt sind. Allerdings wird dieser Nennwert bei einem Entladestrom von 200 mA spezifiziert, während das zur Kapazitätsmessung verwendete Lade-/Entladegerät mit einem Entladestrom von 500 mA arbeitete. Akku BOSCH GKS 18 V-LI Die nutzbare Kapazität ist bei einem hohen Entladestrom geringer als bei einem niedrigen, weshalb zu erwarten war, daß die gemessene Kapazität unter dem aufgedruckten Nennwert liegt. Zumindest korreliert der bei den Sanyo-Zellen gemessene Wert sehr gut mit den Entladekurven des mir für diese Akku BOSCH GSA 18 V-LI vorliegenden Datenblatts.
Aufgrund meiner bisher gemachten, mehrjährigen Erfahrungen kann ich diesen Akkutyp wärmstens empfehlen, d Akku BOSCH GSB 18 V-LI enn damit fällt das stete Ärgernis weg, daß die in der Schublade gelagerten Akkus immer genau dann nahezu leer sind, wenn man sie am dringendsten benötigt. Den Wert von nur 15% Selbstentladung pro Jahr kann ich zumindest größenordnungsmäßig bestätigen. Ein genaues Nachprüfen der Herstellerangabe war mir nicht möglich, denn meine Akkus lagerten nicht bei exakt 20 °C. Ein weiterer Vorteil ist, daß man mit ihnen in Digitalkameras deutlich mehr Fotos aufnehmen kann als mit den meisten herkömmlichen NiMH-Akkus. Das liegt daran, Akku BOSCH GSB 18 V-LIN daß die Klemmenspannung unter Belastung geringfügig höher ist, wodurch die in allen mir bekannten Digitalkameras, die mit Mignonzellen betrieben werden, viel zu hoch eingestellte Unterspannungsabschaltung deutlich später einen leeren Akku erkennt und damit auch später die Kamera abschaltet. Sie kosten dabei nicht einmal nennenswert mehr als herkömmliche Markenakkus. Ein Vergleich mit den Preisen von Akkus vom Grabbeltisch ist dabei unzulässig, Akku BOSCH GSB 18 VE-2-LI weil man bei letzteren nie weiß, welche katastrophale Qualität man einkauft; man kauft dort halt billig aber nicht notwendigerweise preiswert. Daß selbstentladungsarme Akkus eine ca. 20% geringere Nennkapazität besitzen als die neuesten NiMH-Akkus herkömmlicher Technologie, spielt für die allermeisten Anwendungsfälle keine Rolle, da die niedrige Selbstentladung die geringere Nennkapazität schon nach kurzer Lagerzeit kompensiert. Meine Erfahrungen mit diesem Akkutyp sind jedenfalls so gut, daß ich seit deren Verfügbarkeit nie wieder "normale" NiMH-Akkus gekauft habe Akku BOSCH 2 607 336 091 .
Zusätzlich zu den genannten Marken werden inzwischen auf dem deutschen Markt viele weitere selbstentladungsarme NiMH-Akkus angeboten, teilweise unter einem bekannten Markennamen, Akku BOSCH 2 607 336 092 nicht selten jedoch unter einer völlig unbekannten Marke ("NoName"), z.T. auch als Hausmarke. Diese Firmen stellen die unter ihrem Namen vertriebenen Akkus natürlich alle nicht selbst her, sondern beziehen sie aus für den Endkunden unbekannter Quelle und verkaufen sie unter eigenem Label. Wer von welchem Akkuhersteller die Akkus bezieht, wird in vielen Foren leidlich diskutiert, ist aber ein streng gehütetes Geheimnis. Möglicherweise wechselt der Hersteller auch je nach Marktlage. Akku BOSCH 2 607 336 169 Eigentlich ist es aber egal, solange die umgelabelten Akkus tatsächlich von einem der o.g. 3 Markenhersteller und nicht etwa aus einer dubiosen Quelle minderer Qualität stammen. "Made in China" ist dabei übrigens kein grundsätzliches Ausschlußkriterium, denn in China fertigen u.a. wegen der Umweltauflagen in der eigenen Heimat auch die genannten japanischen Markenhersteller. Akku BOSCH 2 607 336 170 Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit Sanyo eneloop, Panasonic Infinium, GP ReCyco+ und Varta Ready2Use gemacht, weshalb ich diese weiterempfehlen kann. Es mag sein, daß die Anzahl der untersuchten Akkus zu gering und es auch reiner Zufall war, Akku BOSCH 169 2 607 336 aber meine Tests mit jeweils einem Satz (d.h. 4 Stück) der selbstentladungsarmen Akku BOSCH 2 607 336 236 Agfa direct energy, Camelion AlwaysReady sowie EneReady waren nicht ganz so erfreulich: Probleme traten dahingehend auf, daß bei allen diesen Akkus die Kapazitätsabweichung zwischen den Zellen eines Satzes deutlich höher als bei den Markenakkus war. Zusätzlich war zu beklagen, daß bei einem Satz eine Zelle eine deutlich höhere Selbstentladung als alle anderen hatte und bei einem anderen der Spannungsverlauf einer Zelle beim Laden merkwürdig war, wodurch für diese keines meiner Ladegeräte das Ladeende korrekt erkennen konnte und daher wegen einer zu hohen Akkutemperatur eine Notabschaltung einleiten mußten. Diese Mängel machen m.E. Akku BOSCH BAT609 den geringen und manchmal sogar noch nicht einmal bestehenden Preisvorteil gegenüber Markenakkus mehr als nur zunichte.
Noch relativ neu auf dem Markt sind selbstentladungsarme NiMH-Akkus mit erhöhter Zyklenzahl. Akku BOSCH BAT609G Der momentan einzige Hersteller solcher Akkus ist Sanyo, der sie unter der inzwischen bekannten Typenbezeichnung eneloop anbietet. Diese Akkus sind laut Hersteller mit 1500 Lade-/Entladezyklen spezifiziert. Ob auch diese Aussage stimmt, werde ich wohl nie selbst herausfinden können, da bei täglich einem Lade-/Entladezyklus mehr als 4 Jahre notwendig wären, um 1500 Zyklen zu durchlaufen. Akku BOSCH BAT618 So häufig habe ich persönlich die Zellen nicht in Gebrauch. In all den Jahren, seit ich selbstentladungsarme NiMH-Akkus verwende, mußte ich im Gegensatz zu NiCd- oder konventionellen NiMH-Zellen noch nie eine solche Zelle wegen stark gesunkener Kapazität aus dem Verkehr ziehen oder gar einen Ausfall beklagen. Es ist halt schon genial, Akku BOSCH BAT618G daß sich die Zellen nicht wie die vorgenannten in der Schublade innerhalb weniger Monate von selbst tiefentladen und dann einfach nur noch Schrott sind.